Psychodrama, Soziometrie, Rollenspiel, Soziodrama, Monodrama

Psychodrama

Der Begriff Psychodrama setzt sich aus Psyche (Seele) und Drama (Handlung) zusammen. Psychodrama ist das Verfahren, welche „die Seele des Menschen durch Handeln ergründet“ (Jakob Levy Moreno). Im Psychodrama werden innere psychische Prozesse auf der äusseren Bühne sichtbar und erfahrbar. Durch szenisches Spiel, Aufstellungen und andere kreative Methoden werden innere Themen, Beziehungen und Rollen ganzheitlich erlebbar. Mittels Rollenwechsel, Perspektivenwechsel, kreativem Ausprobieren und Reflexion entstehen neue Einsichten, emotionales Verstehen, Handlungsmöglichkeiten und nachhaltige Veränderung. Durch dieses „Ins-Handeln-Kommen“ können Gefühle, Muster und Handlungsmöglichkeiten unmittelbarer wahrgenommen und neue Lösungen erprobt werden.

Jedes wahre zweite Mal befreit vom ersten

Jakob Levy Moreno

Soziometrie

Die Soziometrie ist ein Verfahren, mit dem Beziehungen und Dynamiken in Gruppen sichtbar gemacht werden. Durch einfache Aufstellungen oder Abfragen zeigt sie, wer sich wie zueinander verhält – und schafft so eine klare Grundlage für Verständnis, Austausch und Entwicklung in Teams und Gruppen. Mit soziometrischen Techniken können Gemeinsamkeiten entdeckt und der Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt werden. Soziometrisch von der Gruppe getroffene Entscheidungen werden gemeinsam getragen.

Einladung zu einer Begegnung

Jakob Levy Moreno


Rollenspiel

 Wir denken, fühlen und handeln immer aus unseren Rollen heraus. Psychodrama macht innere und äussere Rollen sichtbar und erlebbar. Wir können diese bewusst erkunden, erweitern und neu gestalten, um in unserem Alltag flexibler und stimmiger zu handeln.
Im psychodramatischen Rollenspiel werden soziale, körperliche und psychische Rollen, innere Anteile wie auch äussere Gegebenheiten auf die Bühne gebracht und bearbeitet. Im protagonistenzentrierten Spiel ist eine Person mit ihrem Thema im Fokus. In Gruppenspielen ist die Gruppe selber Gegenstand der Handlung.

Das Selbst entsteht aus den Rollen, die wir spielen

Jakob Levy Moreno

Soziodrama

Im Soziodrama werden gemeinsame Themen, Rollen und Konflikte von Gruppen oder Gesellschaften szenisch dargestellt. Im Mittelpunkt stehen also nicht Einzelne, sondern kollektive Erfahrungen – etwa Werte, Normen oder Spannungsfelder. Durch das gemeinsame Spielen und Reflektieren entstehen Verständnis, Dialog und neue Lösungsansätze.

Monodrama

Psychodrama kann sehr gut auch im Einzelsetting eingesetzt werden. Rollen, innere Anteile, Personen und Beziehungen werden mit Stühlen oder Gegenständen symbolisch dargestellt. So werden die eigenen Themen und Konflikte erfahrbar und können gezielt bearbeitet werden.